Bundesverband Solare Mobilität e.V.

Elektroantrieb fürs Auto
Aufruf zur Nachhaltigen Mobilität

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Stand 30.1.2006
Erstellt von R.Reichel
RR@solarmobil.net

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Elektroantriebe für Autos – Aufruf zur nachhaltigen Mobilität

 

von:    Bundesverband Solare Mobilität (Initiator)
               Bundesverband Erneuerbare Energien (angefragt, in Beschlussfassung)
               Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (bestätigt, in Beschlussfassung)
               Bundesverband Solarwirtschaft (angefragt)


Weltweit sind Elektroantriebe auch für Automobile und Zweiräder auf dem Vormarsch. Japan und China, Südkorea und Indien, aber auch die USA vollziehen dazu bereits entschiedene Schritte und werden in wenigen Jahren den Weltmarkt damit bestimmen.

  • Kombinierte Antriebe wie die Hybridtechnik sind z.B. mit dem Prius von Toyota bereits jetzt weltweit erfolgreich. Aus Indien kommt der batterieelektrische REVA. In Deutschland werden City El und TWIKE in Serie gefertigt. Kewet, Mega und Startlab sind heute bereits erhältlich.

  • Über 2000 E-Mobil-Fahrer beweisen in Deutschland die Funktionstüchtigkeit dieser emissionsfreien Antriebstechnologie. Immer sind die Autos ein Hingucker, und ihre Fahrer gelten als innovative Pioniere einer zukunftsfähigen Mobilität. Eisenbahn und Straßenbahn, S- und U-Bahnen fahren teilweise schon seit Jahrzehnten unangefochten mit sauberem Strom.


Rasant - sparsam - umweltfreundlich

 Der Elektromotor hat unbestreitbare Vorteile:

  • Sein hohes Drehmoment ermöglicht schon bei niedrigen Drehzahlen gute Beschleunigung und damit mehr Fahrspaß ohne lästiges Kuppeln und Schalten.

  • Mit typischen Wirkungsgraden bis 90 Prozent ist er dem Verbrennungsmotor weit überlegen, und zudem ist der Elektroantrieb von Haus aus leise.

  • Durch die Möglichkeit der Energierückgewinnung beim Bremsen kann der Energieverbrauch um 10 bis 15 Prozent zurückgehen, und zudem werden die mechanischen Bremsen geschont.

  • Das E-Mobil ist effizient, sparsam und umweltfreundlich. Aktuelle Fahrzeuge in Leichtbauweise verbrauchen deutlich weniger als 10 kWh auf 100 km, in konventioneller Größe unter 20 kWh. Dies entspricht dem Energieinhalt von 1 bis 2 Litern fossilem Brennstoff, also deutlich weniger Verbrauch als selbst beim so genannten 3 Liter-Auto.

Das ist ein unschätzbarer Vorteil in Zeiten knapper und teurer werdenden Öls! Dadurch wird das Elektrofahrzeug immer konkurrenzfähiger. Erst mit diesem sauberen Antrieb lässt sich der steigende Beitrag des Individualverkehrs zum CO2-Ausstoß und damit zur Klimakatastrophe eindämmen. Ein wirklich sauberer Verkehr wird möglich!

 

Sauberer Strom aus erneuerbaren Energien

Damit E-Mobile nicht nur beim Betrieb, sondern auch bei der Erzeugung ihrer Elektrizität "Zero Emission Vehicles" sind, muss der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

  • Wir treten für den "Solaren Netzverbund" ein: die Solaranlage auf dem Hausdach speist tagsüber ihren Strom ins Netz; nachts zu Schwachlastzeiten werden die Akkus geladen. Grundsätzlich soll der Strom aus erneuerbaren und nachhaltigen Energiequellen kommen.

  • Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie sind auf dem Erdball zu einem Vielfachen des Bedarfs vorhanden. Deshalb wenden wir uns auch gegen den Bau neuer fossiler Kraftwerke und fordern, die Mittel so schnell wie möglich zum Auf- und Ausbau einer möglichst vollständig regenerativen Energieversorgung einzusetzen.

  

Forschung und Entwicklung

Notwendig ist es auch, verstärkt FuE für die Elektromobilität zu betreiben, bei Autoherstellern wie in der öffentlich geförderten Forschung. Dies gilt insbesondere für die Batterietechnik, wo rasante Fortschritte bei kleinen Lithium-Akkus die Computer, Camcorder, Handys und mobilen Werkzeuge bereits stark verändert haben. Die Akkus werden kleiner und leichter bei höherer Energiedichte.

Für die Mobilitätsbedürfnisse in der Stadt ebenso wie auf dem Land reicht die heutige Batterietechnik bereits eingeschränkt aus - eine große Leistung unseres innovativen Mittelstandes, der insgesamt zur Entwicklung der Elektromobilität entscheidendes beiträgt.

  • Für eine stärkere Verbreitung von zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeugen müssen leistungsfähigere und leichtere Akkus zu günstigen Preisen zur Verfügung stehen. Hier bedarf es einer zügigen Umsetzung bereits erzielter Forschungserfolge und einer konsequenten Massenfertigung und Erprobung großer Lithium-Akkus für Fahrzeuge.

  • Nicht nur auf dem Land, auch bei Wasserfahrzeugen leistet der elektrische Antrieb unschätzbare Dienste für die Geräuscharmut und den aktiven Gewässerschutz. In der Freizeitmobilität auf dem Wasser reicht auf den Booten ein Solardach für die benötigte Antriebsleistung aus und ermöglicht für alle Beteiligten optimalen Erholungswert.

 

Es geht um die Zukunft der Autoindustrie

Entscheidend aber ist der technologische Umbruch in der Antriebstechnik für die Automobilindustrie. Diese große Branche, die ein Siebtel unserer inländischen Arbeitsplätze stellt und maßgeblich zu den Exporterfolgen beiträgt, würde ihre Existenz aufs Spiel setzen, wenn sie die Zeichen der Zeit nicht erkennt und die Umstellung auf den Elektroantrieb versäumt. Für die Arbeitnehmer besteht hier eine unmittelbare Gefahr.

  • Warnende Beispiele liefert die Fernsehbranche mit Herstellern, die sich nicht rechtzeitig auf die Flachbildschirme umgestellt haben, ebenso wie die Kamera- und Filmhersteller, die die Digitaltechnik verpasst haben. Solche Unternehmen verschwinden einfach vom Markt.

  • Der Elektroantrieb verringert nicht nur die Lärmbelastung, sondern beseitigt zudem genauso die Ursachen für Sommersmog, Russpartikel, Feinstaub und viele andere Schadstoffe, die unser aller Gesundheit, Umwelt und Klima schädigen. Nur mit dem Elektroantrieb lassen sich praktisch alle erneuerbaren Energien auch für die individuelle Mobilität nutzen.

 

Rahmenbedingungen setzen!

Die Politik muss ihren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität leisten, indem sie die notwendigen Rahmenbedingungen schafft. Die Instrumente sind alle vorhanden: vom kalifornischen „Clean Air Act“, der den Flottenherstellern einen steigenden Anteil an Zero Emission Vehicles vorschreibt, über bevorrechtigte Fahrspuren und Parkplätze mit Stromtankstellen, die City-Maut mit Ausnahmen für emissionsfreie, saubere Fahrzeuge bis hin zu „Blauen Zonen“, die nur von solchen emissionsfreien Fahrzeugen befahren werden dürfen.

  • Die technischen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Möglichkeiten für eine Lösung unserer Verkehrs- und Treibstoffprobleme sind vorhanden – nun müssen sie nur noch genutzt werden!

 

Unsere Forderung

Wir fordern deshalb Wirtschaft und Politik, Großindustrie und Mittelstand, Autofahrer und Bürger, die eine gesunde Umwelt und keine Klimakatastrophe wollen, dazu auf, rechtzeitig die Weichen für das Elektromobil zu stellen.

  • Wir sehen große Chancen für die Wirtschaft bei der Herstellung solch neuer  Fahrzeuggenerationen und der damit zusammenhängenden Systeme. Werden die politischen Rahmenbedingungen bestimmt, liefert die Wirtschaft attraktive Fahrzeuge, und dann werden auch die Verbraucher solche Fahrzeuge kaufen und fahren.

 

Resümee:      Die Autos der Zukunft fahren solar - oder gar nicht!

 

 


Hinweise und Links zu weiteren Informationen

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Aufruf Elektroantriebe für Autos - Dieser Aufruf im pdf-Format zum Ausdrucken, mit Formblatt zum Ausfüllen und zurück Faxen (59 kB)
Aktuelle Fahrzeug-Liste  - (20.11.2005 - pdf - 259 kB)
Solare Mobilität - Stand und Perspektiven - (16 S., 28.11.2004, pdf-Datei, ca. 1 MB)
Solarmobile im internationalen Vergleich  - Vortrag am 5.9.2005 in Wietow von R. Reichel 1,7 MB, Sept. 2005
Händlerliste  - (aus den Solarmobil Mitteilungen 60 / Dezember 2005, pdf, 237 kB kB)
bsm-info-flyer  -  Doppelseitiger A4 Prospekt mit Kurzbeschreibung des bsm, seiner Ziele und Aktivitäten.,  240 kB
Nullemission-für-Straßenverkehr  - von H.J.Fell und Dr. Dag Schulze, Mai 2005, 173 kB
www.solarmobil.net  -  Die homepage des Bundesverbandes Solare Mobilität e.V. (bsm)
www.solarmobil.info  -  Die Linkliste zum Thema "Solare Mobilität" des bsm

 


Hier können Sie sich als ideeller Unterstützer eintragen

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Folgende Personen unterstützen bereits den Aufruf:
Bernd Rische, Bruchsal (DE) - Roland Reichel, Weilersbach (DE) - Thomic Ruschmeyer, Hamburg (DE) - Dieter Lampert, k.A. (DE) - Katrin Lunkenheimer, Karlsruhe (DE) - Bernhard Schneider, Karlsruhe (DE) - Günther Westermann, Weisenbach (DE) - Karl Görig, Malsch (DE) - Helmut Rastetter, Malsch (DE) - Heinz Kastner, Malsch (DE) - Claus-Dieter Popp, Malsch (DE) - Thomas Gerhardt, Stutensee (DE) - Klaus Reichert, Malsch (DE) - Klaus Jung, Malsch (DE) - Kurt Jung, Malsch (DE) - Gerhard Zimmer, Malsch (DE) - Jörg Rieder, Ettlingen (DE) - M. Deutle, Ettlingen (DE) - Ruth Schwarz, Stutensee (DE) -

 

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