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Bundesverband Solare Mobilität Solar- und Elektromobile, Elektroautos, Elektroroller, Solar- und Elektroboote |
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Transport and EnergyThe challenge of climate changeInternational Transport Forum, Leipzig, 28.-30.5.2008Texte und Bilder von Roland Reichel
Transport and Energy Der Titel des Internationalen Transport Forums versprach Aktualität. "The challenge of climate change" könnte bedeuten, dass die Zeichen der Zeit erkannt sind. Abnehmende Ölvörräte, erhöhte Nachfrage und Peak Oil und in der Folge steigende Energiepreise, das sind dann auch die Themen, und natürlich CO2, "Carbon Footprint" und Klimaveränderungen.
Das Transportforum fand 2008 erstmalig in Leipzig statt. Verkehrsminister Tiefensee freute sich besonders über den Standort Leipzig, war er doch ehemals hier Oberbürgermeister. Der jetzige Verkehrsminister begann am 2. Kongresstag mit ein paar bewegenden und nachdenklich stimmenden Zahlen: 650 Millionen PKW gibt es heute auf der Erde, und diese Zahl wird sich in einigen Jahren verdoppeln und möglicherweise verdreifachen. Die Probleme "Klimawandel" und "Energie" müssen gelöst werden durch neue Wege, neue Energiequellen und neue Antriebe. Die Mobilität muss bezahlbar bleiben. Die Politik kann - und muss - hier Standards setzen, sowohl bei CO2 Grenzwerten für PKW aber auch in den Bereichen Luft- und Schiffsverkehr. Neue Wege müssen gesucht und gegangen werden, insbesondere bei den Kraftstoffen bzw. der Energieversorgung. Klar herausgestellt wurde der Ruf zur Sparsamkeit. Mit anderen Worten: Man ist sich der Problematik wohl bewußt. Patentlösungen kann heute jedoch niemand anbieten, weder die Politik noch die Industrie.
Die deutsche Automobilindustrie - so wurde klar gesagt - hat die vor Jahren abgegebene Selbstverpflichtung hinsichtlich CO2 maximalwerten von 120 oder 140 g CO2 Emission pro km für PKW nicht eingehalten. Da ist es nur verständlich, dass der Ruf nach Gesetzen und Verordnungen laut wird. Diese werden kommen (müssen) und sind von der Politik auch angekündigt, jedenfalls immer wieder erwähnt.
Die Automobilindustrie zeigte wenig Neues. Einige Brennstoffzellen Fahrzeuge wurden gezeigt, u.a. von BMW, Daimler, Ford und Opel. Diese Fahrzeuge sind jedoch keineswegs neu, sondern wurden auf entsprechenden Präsentationen seit vielen Jahren gezeigt. Wenigstens sind es Fahrzeuge mit dem energieeffizienten Elektroantrieb, mit Ausnahme des 7er-BMW, der die teure und hochwertige Wasserstoffenergie mit mäßigem Wirkungsgrad verbrennt. Sehr zurückhaltend gab sich Daimler, die eine grosse schwarze Limousine mit sehr dezenten Schriftzügen hinten "Versuchsfahrzeug" und "Hybrid" zwar kurz zeigten, aber keine Informationen verteilten.
Sehr interessant der Stand und die Informationen von Michelin, auch im Vortrag von Dr. Patrick Oliva, Corporate Vice President. Michelin hat durch die Organisation der Challenge Bibendum einen sehr guten Überblick über den Stand der Entwicklungen bei energiesparenden Fahrzeugen. Sie setzen engagiert auf den Elektroantrieb und zeigten den Radantrieb ("active wheel"). Hier sitzt der 20 kW Dhrestrommotor, die aktive Federung und Bremse komplett integriert im Rad. Außerdem wurde ein Prospekt mit mehreren Entwicklungen von Leichtfahrzeugen von Michelin gezeigt, allesamt mit elektrischen Radnabenantrieben ausgestattet. Im Vortrag wurde mit der Überschrift "Food for though" auf die Möglichkeiten der Solarstromversorgung hingewiesen.
DHL hatte einen grossen Informationsstand in der Ausstellung über ihre Aktivitäten mit Daimler Hybridfahrzeugen. Eingesetzt wird seit einigen Wochen versuchsweise ein 7,5 Tonnen Transporter mit Hybridantrieb, der auch im Außenbereich gezeigt wurde.
Ebenfalls im Außenbereich gezeigt wurden zwei Hybridbusse des polnischen Busherstellers "Solaris", die in Dresden und Leipzig bereits erfolgreich im Einsatz sind. Solaris ist aus den polnischen Aktivitäten von Neoplan hervorgegangen und hat diesen Hybridbus mit Komponenten aus den USA auf der Basis eines eigenen Stadtbusses gebaut, um Erfahrungen in der Hybridtechnik zu erlangen.
Der bsm konnte Robert Stüssi, Präsident von AVERE, der europäischen Vereinigung für Elektromobilität, an seinem Stand begrüßen. Es wurde vereinbart, die bereits seit dem vorigen Jahr bestehende Zusammenarbeit zwischen AVERE und dem bsm auf den Gebieten "Informationsaustausch" und gemeinsame Aktionen fortzusetzen und zu vertiefen.
Die in einem Vortrag gezeigten "fundamentalen Herausforderungen" erinneren ein wenig an die DGS/bsm Initiative E3, die ebenfalls auf drei Schlagworten aufbaut: Elektrisch fahren - erneuerbar Tanken und Emissionen reduzieren. Der bsm verteilte an seinem Infotisch den E3 Aufruf sowie die aktuelle Ausgabe der Solarmobil Zeitschrift. Zusätzlich verteilt wurden zwei Merkblätter in englischer Sprache: "The convenient truth about solar mobility" (pdf-Datei, 52 kB) und "Power for Mobility" (pdf-Datei, 7,4 kB).
In dem Papier "The convenient thruth about solar mobility" wird auf die noch immer viel zu wenig bekannten Möglichen der "Solaren Mobilität" eingegangen und kurz und knapp die folgenden Punkte erläutert: 1. Efficiency - Electric drives are the most efficient drives on the market 2. Energy farming” and land use - Electric vehicles powered by solar energy need the smallest area per kilometre to power efficient and sustainable cars. 3. The fuel-cell question - The storage efficiency of batteries is two to three times better than storing energy via hydrogen and using fuel-cells to make electricity. 4. Reduction of fossil fuel consumption by 60% immediately - It can be done with existing technology for electric and hybrid cars. 5. Powerfull Batteries are available now - Todays lithium-batteries would allow ranges for electric cars of more than 500 km per charge.
In dem Papier "Power for mobility" wird auf der Basis steigender Ölpreise und Peak Oil auf die Zukunft der Energieversorgung für Mobilität eingegangen. Bio-Masse ist - obwohl nötig für eine Übergangszeit - nicht in der Lage, die benötigten Energiemengen bereitzustellen. Letzlich bleibt nur die direkte und indirekte Solarenergie in elektrischer Form übrig, also Strom aus Sonne, Wind und Wasser. Das aber bedeutet eine grundsätzliche Veränderung der Antriebe auch bei PKWs und LKWs hin zum Elektroantrieb.
Seit dem "International Transport Forum" in Leipzig sollten "The convenient truth about solar mobility" und "Power for Mobility" auch an entsprechender Stelle in der deutschen Politik bekannt sein. Minister Tiefensee nahm jeweils ein ausgedrucktes Exemplar mit und versprach, es während der Rückfahrt nach Berlin zu studieren.
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